28. Entspannungstherapiewoche

Mehr geht kaum innerhalb einer Woche!

Eventuell kennen Sie noch die Werbung für ein bekanntes Haselnusstäfelchen: Mehr Geschmack geht nicht zwischen zwei Waffeln. Vergleichbares könnte über die 28. Entspannungstherapiewoche gesagt werden, die vom 27. April bis zum 04. Mai 2013 unter dem Motto "Entspannung trifft Achtsamkeit" im Sylter Klappholttal mit 172 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stattfand.

Organisiert wurde unsere Tagung maßgeblich von Dr. Claudia China unter Mithilfe von DP Elisabeth Westhoff, dem Vorstand der DG-E sowie Vera Brenner.

Um sich ein Bild vom hochkarätigen wissenschaftlichen, kulturellen und sonstigen Tagungsangebot zu machen, finden Sie im Folgenden Informationen zu

  • den zwölf Plenarvorträgen (Abstracts, so weit eingereicht, finden sich aus urheberrechtlichen Gründen i.d.R. im Mitgliederbereich)

  • dem Kulturprogramm

  • der Mitgliederversammlung der DG-E

  • den 27 Workshops

Den besonderen "Geist" der Entspannungstherapiewoche, die durchaus als das lebendig pulsierende Herz der Deutschen Gesellschaft für Entspannungsverfahren bezeichnet werden kann, geht aber weit über die vielfältigen fachlichen Diskussionen und die inhaltliche Arbeit hinaus. Er liegt in den herzlichen, offenen und wertschätzenden Begegnungen der Kolleginnen und Kollegen, von denen Ihnen unsere "Sylter Momente 2013" mit Fotos von DP/PP Hans-Gerd Wolbeck u.a. vielleicht einen kleinen Eindruck vermitteln können.

Plenarvorträge

Obacht: Wenn Sie Ihren Mauszeiger über die kleinen DG-E-Symbole bewegen, wird eine Zusammenfassung des jeweiligen Vortrages angezeigt.

In guten Händen: Leitlinien zur Diagnostik und Behandlung des Burnout-Syndroms? (28.04.13)

DP/PP Björn Husmann, Bremen, Email: b.husmann(at)dg-e.de
(download des Handouts auf der Homepage des Referenten)

Im Meer der Worte - die Bezugsrahmentheorie und die Sehnsucht nach Ruhe (28.04.13)

DP/PP Dr. Claudia China, Lübeck

Yoga in der Traumatherapie (29.04.13)

DP Regina Weiser, Freiburg-St.Georgen, Email: reginaweiser(at)web.de
(Das Handout ist aus urheberrechtlichen Gründen im Mitgliederbereich zu finden.)

…nimm Abschied und gesunde! (29.04.13)

DP/PP Prof. (em.) Dr. Knud Eike Buchmann, Email: eike.buchmann(at)t-online.de
(Das Handout ist aus urheberrechtlichen Gründen im Mitgliederbereich zu finden.)

Schematherapie (30.04.13)

DP/PP Wolfgang Beth, Erlangen, Email: wolfgang.beth(at)t-online.de
(download des Handouts auf der Homepage des Referenten)

Wohlbefinden-Entspannung-Achtsamkeit mit ZapChen (30.04.13)

DP Cornelia Hammer, Kassel, Email: cbhammer(at)t-online.de
(Das Handout ist aus urheberrechtlichen Gründen im Mitgliederbereich zu finden.)

Die Rolle von Entspannung im Rahmen achtsamkeitsbasierter Therapie (01.05.13)

DP Prof. Dr. Johannes Michalak, Hildesheim, Email: michal(at)uni-hildesheim.de
(Das Handout ist aus urheberrechtlichen Gründen im Mitgliederbereich zu finden.)

Training emotionaler Kompetenzen (TEK) und Multimodale Stresskompetenz (MMSK) – ein Vergleich (01.05.13)

DP/PP Wolf Ulrich Scholz, Frankfurt/M., Email: wolf-ulrich.scholl(at)first-institut.de
(Das Handout ist aus urheberrechtlichen Gründen im Mitgliederbereich zu finden.)

Werkstattgespräch Entspannungsverfahren (01.05.13)

Moderation:
DP/PP Björn Husmann, Email: b.husmann(at)dg-e.de
DP Marion Romes, Osterholz-Scharmbeck, Email: m.romes(at)dg-e.de
Dr. Renate Mathesius, Email: r.mathesius(at)online.de
(Das Handout ist aus urheberrechtlichen Gründen im Mitgliederbereich zu finden.)

Yoga, Meditation, Autogenes Training: Was tut sich im Gehirn? (02.05.13)

DP Dr. Ulrich Ott, Gießen, Email: ulrich.ott(at)psychol.uni-giessen.de
(Das Handout ist aus urheberrechtlichen Gründen im Mitgliederbereich zu finden.)

Was ist komisch? - Lachen, Entspannung, Gesundheit (02.05.13)

Dr. Dietmar Ohm, Email: d.ohm(at)dg-e.de

Psychometrische/Diagnostische Hilfsmittel für die Eingangsdiagnostik und Qualitätssicherung von Anwendungen systematischer Entspannungsverfahren in Therapie und Prävention (03.05.13)

DP/PP Prof. Dr. Günter Krampen, Trier, Email: krampen(at)uni-trier.de

(Das Handout ist aus urheberrechtlichen Gründen im Mitgliederbereich zu finden. Es wird darüber hinaus in der Entspannungsverfahren Nr. 30 publiziert.)

Nach oben

Kulturelles

  • Entspanntes Kennenlernen mit DP/PP Dr. Claudia China

  • Entspannungslounge von Dipl.-Ing. Caspar Harbeke & Silke Hausser
  • Kreativer Tanz nach Bildkompositionen. Bewegung zu Form und Farbe, Rhythmus und Balance mit Päd. Elvira Nass

  • Tanz in den Mai mit Glory Row

  • Vernissage des Workshops "Achtsamkeit über künstlerisches Gestalten" von Dipl. Kunsttherapeutin MA Bärbel Buchhelt mit musikalischer Einlage von DP Wolfgang Chrosziewski

  • Klangräume. Musikalische Wege durch die Zeit. Mit Werken von Franz Schubert, Hans Otte und Philip Glass. Klavier und Moderation: Ingeborg Hansen

  • Blues-Konzert von DP Wolfgang Chrosziewski

  • Tagungsabschluss "Es geht mir jeden Tag immer besser und besser" von Otto Reutter (1926) und dem DG-E-Mantra "Froh zu sein bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König..."
  • viele kleine "Events" wie spontane Gesangsabende im Glaushaus oder Meißner-Saal, selbstorganisierte Tanzgelegenheiten, Sterne-Gucken in Strandkörben u.v.a.m.

Nach oben

Mitgliederversammlung 2013

Am „Tag der Arbeit“ 2013 fand die gut vorbereitete Mitgliederversammlung statt, an der insgesamt 57 ordentliche und 6 außerordentliche Mitglieder bzw. Gäste teilnahmen.

Einführend gab der erste Vorsitzende DP/PP Björn Husmann einen umfangreichen Tätigkeitsbericht der letzten zwei Jahre (download hier) und alle aktiven Mitglieder bekamen kleine Präsente für ihre ehrenamtliche Tätigkeit.

Der Schatzmeister DP/KJP Oliver Nass stellte den Kassenbericht 2012/13 vor, der von den KassenprüferInnen DP/PP Helmut Brenner und DP/PP Silke Eggerichs begutachtet worden war. Dabei hatten sich keinerlei Beanstandungen ergeben. Auf Antrag hin wurden deshalb zunächst der Schatzmeister und dann der Vorstand entlastet.

In der darauffolgenden (Vorstands-)Wahlen, geleitet von DP/PP Eckhard Winter, wurden folgende Vorstandsmitglieder wiedergewählt:

  • DP/PP Björn Husmann (erster Vorsitzender),

  • DP/PP Dr. Claudia China (stellvertretende Vorsitzende),

  • DP/KJP Oliver Nass (Schatzmeister),

  • DP Marion Romes-Ohlrogge (Schriftführerin) und

  • DP/PP Dr. Dietmar Ohm.

  • Als weiteres Vorstandsmitglied wurde DP/PP Dr.med. Claus Derra kooptiert.

  • Zu KassenprüferInnen wurden DP/PP Helmut Brenner, DP/PP Silke Eggerichs und DP Hans-Gerd Wolbeck gewählt.

  • DP/PP Prof. Dr. Günter Krampen wurde in den Fachausschuss berufen.

Danach wurde der Haushaltsplan 2013/14 verabschiedet und die im Vorwege bereits auf der Homepage im Mitgliederbereich vorgestellten Anträge wurden ausführlich diskutiert. Anschließend wurden eine Vorstandsgeschäftsordnung, die Kostenordnung inklusive einem Änderungsantrag, die Mitgliedschaft im Wissenschaftlichen Beirat deutschsprachiger Hypnosegesellschaften sowie die DG-E-Ehrenmitgliedschaft für DP/PP Helmut Brenner beschlossen.

Unter „Verschiedenes“ bat der Vorsitzende DP Björn Husmann die Mitglieder um aktive Mitarbeit bzw. Unterstützung des Vorstandes in der kommenden Wahlperiode, um interessierte Mitglieder in den nächsten zwei Jahren nach und nach in die Vorstandsarbeiten zu integrieren. DP/PP Eckard Nass berichtete, dass der Förderverein Entspannungsverfahren inzwischen aufgelöst worden ist. Weiterhin wurden verschiedene Perspektiven für die kommenden Entspannungstherapietage diskutiert, die gemeinsame Tagung mit der DGÄHAT im Juni 2013 besprochen und inhaltliche Vorschläge für weitere thematische Schwerpunkte der DG-E-Arbeit gemacht (z.B. Weiterentwicklung der Qualifikationsnachweise sowie Richt- und Leitlinien der DG-E, „Traumatisierungen und Entspannungsverfahren“, Entspannungsverfahren und Palliativ-Medizin“ sowie „Burnout“).

(Das vollständige MV-Protokoll findet sich im Mitgliederbereich.)

Nach oben

Workshops

Workshop-LeiterInnen beim Abschluss der 28. ETW (Foto: DP/PP Prof. (em.) Dr. Knud Eike Buchmann)

Gelassenheit immer möglich. Achtsamkeitsarbeit mithilfe der AT-Fortgeschrittenenstufe
DP/PP Björn Husmann, Bremen
Aufbauend auf der AT-Grundstufe, die in diesem WS analog zu einer Basis-Meditation verstanden wird, sollen Möglichkeiten der AT-Fortgeschrittenenstufe erprobt werden, um die persönliche Achtsamkeit zu fördern. Dabei werden Aspekte der Achtsamkeitsarbeit integriert und gleichzeitig wesentliche methodische und didaktische Elemente der AT-Fortgeschrittenenstufe vermittelt (Folgen-/Reihenübungen, formelhafte Vorsatzbildung, etc.). Die Bereitschaft zur Selbsterfahrung in der Gruppe und die praktische Beherrschung der AT-Grundstufe werden vorausgesetzt.

Autogenes Training – Supervision plus ReFresh
DP/PP Björn Husmann, Bremen
Ausgehend von mitgebrachten Fragestellungen der TeilnehmerInnen geht es v.a. um die Klärung von „kniffligen“ Lehrsituationen, wobei die Haltung und die Rolle als AT-KursleiterIn im Mittelpunkt stehen werden. Die Supervisionsmethoden sind selbsterfahrungsorientiert und richten sich flexibel nach dem individuellen Bedarf der TeilnehmerInnen. Eigene Unterrichtserfahrung und Supervisionsanliegen sind notwendig, Aufzeichnungen aus der eigenen Unterrichtspraxis etc. sind sehr willkommen. PS: Der Workshop eignet sich ebenfalls hervorragend als ReFresh für bereits „altgediente AT-Hasen und Häsinnen“.

Progressive Relaxation – Grundstufe, Didaktik
DP/PP Helmut Brenner, Bad Salzuflen
Einführung in Theorie und Grundlagen der PR nach Jacobson. Vorgestellt werden Lang- und Kurzformen sowie Aufbau und Gestaltung von Kursen in verschiedenen Settings. Selbsterfahrung in PR ist Voraussetzung.

Entspannung für Kinder
DP Dr. Volker Friebel, Tübingen
Im Rahmen einer kindgerechten Fassung des Autogenen Trainings werden verschiedene Zugänge zur Entspannung für Kinder praktisch vorgestellt und besprochen, unter anderem Entspannungsgeschichten, Fantasiereisen, Stillemomente, Atementspannung, Massage und einige spielerische Entspannungselemente. Dabei wird auch auf Unterschiede bei der Entspannungsvermittlung zwischen Erwachsenen und Kindern und der Wirksamkeit von Entspannung eingegangen sowie auf mögliche Probleme der Entspannungsvermittlung bei Kindern hingewiesen.

Klinische Hypnose – Supervision
DP/PP Daniel Wilk, Bad Krozingen
Besprechung und Erprobung von Basisregeln und Verhalten in der Hypnose. Die Supervision soll der Klärung von schwierigen Situationen und der Praxisberatung dienen. Voraussetzung: Eigene Erfahrungen in der Anwendung der Hypnose.

Klinische Hypnose bei somatoformen Störungen und Schmerzen
DP/PP Dr. Dietmar Ohm, Lübeck
Fragen der Indikation und Kontraindikation von Hypnose bei somatoformen Störungen, einschließlich Schmerzstörungen, werden erörtert. In praktischen Übungen werden Möglichkeiten der Induktion, der Trance-Vertiefung, der therapeutischen Nutzung und der Rück-nahme demonstriert und geübt. An Beispielen aus der therapeutischen Praxis werden Möglichkeiten und Grenzen dieses Verfahrens aufgezeigt. Lernziele: Vermittlung von Informationen und Kompetenzen in Hinblick auf die Indikationsstellung und Durchführung von Klinischer Hypnose bei Schmerzen und somatoformen Störungen.

Mit Geschichten entspannen und hypnotisieren lernen
DP/PP Daniel Wilk, Bad Krozingen
Mit hypnotherapeutischen Texten werden tiefe Entspannungen induziert, indem Widerstände angenommen und genutzt werden. Dem Unbewussten werden Anregungen für systematische und symptomatische Veränderungen angeboten, die eigene kreative Ressourcen aktivieren. Anwendungsmöglichkeiten finden sich in der Psychotherapie und in Entspannungsverfahren, was besonders in der Anfangsphase für viele TeilnehmerInnen (und KursleiterInnen) hilfreich ist. Dieser WS bietet die Möglichkeit, auf angenehme Weise durch Selbsterfahrung zu lernen.

Imagination in der Psychotherapie
DP/PP Dr. Juliana Matt, Berlin
Alle großen Psychotherapieverfahren arbeiten mit Imaginationen. Die Arbeit mit Imaginationen erleichtert die Therapie. In diesem Seminar werden die Grundlagen der Imaginationsarbeit, deren sprachliche Gestaltung sowie verschiedene Ansätze wie die räumliche und zeitliche Dissoziation, Kameratechniken, Veränderung der Größe oder Intensität von Problemen, Wegpacktechniken, Modellbildung, Ressourcenaktivierung und die Vorstellung von Lösungen dargestellt und eingeübt. An Beispielen wird die Konstruktion von Imaginationen erklärt und deren Anwendung bei Ängsten, Depressionen, Burn-out, Schmerzen und psychosomatischen Beschwerden dargestellt und eingeübt. Die vorgestellten Imaginationen werden von den TeilnehmerInnen eingeübt und den individuellen Bedürfnissen angepasst.

Schematherapeutische Imagination
DP/PP Wolfgang Beth, Nürnberg
Schematherapie eine Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT), die u.a. tiefenpsychologische, imaginative und gestalttherapeutische Methoden in die therapeutische Arbeit einbezieht. In dem Workshop sollen die Teilnehmer die Gelegenheit bekommen, die Arbeit mit wichtigen Lebensthemen und deren Auswirkungen (maladaptiven Schemata und Modi) mittels schematherapeutischer Arbeitsweisen kennen zu lernen. Hauptsächlich mit Hilfe von Imagination und Stuhlarbeiten können eigene vielleicht dysfunktionalen Modi erarbeitet und verändert werden. Die Arbeit soll überwiegend in der Großgruppe, bei entsprechender Vorerfahrung evtl. auch in parallelen Kleingruppen stattfinden.

Stresskompetenz durch Mentales Training
DP Dr. Renate Mathesius, Markkleeberg
Mentales Training (MT) dient der Emotions- und Handlungsregulation in Stresssituationen und kann im Multimodalen Stresskompetenz-Training wie auch in anderen Stressbewältigungsprogrammen ein wichtiger Baustein zur Vermittlung aktiver, vorausschauender Regulationsstrategien sein. Mentale Trainingsprogramme lassen sich in Beratung bzw. Coaching sowie in verhaltenstherapeutische Interventionen integrieren und zur Unterstützung gesundheitsorientierter Verhaltensänderungen nutzen. Im Workshop werden Aufbau, Erarbeitung und Anwendung mentaler Trainingsprogramme an Beispielen der TeilnehmerInnen praktisch erprobt und diskutiert.

Yoga und Meditation für Skeptiker
DP Dr. Ulrich Ott, BION, Justus-Liebig-Universität Giessen
Körperübungen des Yoga und stille Sitzmeditation ergänzen sich ideal. Im Workshop wird eine ausgewogene Sequenz von Yoga-Stellungen erlernt, die das Gleichgewicht schulen und den gesamten Körper dehnen, kräftigen und aufrichten. Außerdem erhalten die TeilnehmerInnen eine Einführung in Meditationstechniken, die die Aufmerksamkeit trainieren (Atemachtsamkeit) und die Körperbewusstheit verbessern (Body-Scan). Die Yoga-Praxis erleichtert das Sitzen in Meditation. Durch die Sitzmeditation wird die Bewusstheit bei der Ausführung der Yoga-Stellungen gesteigert. Vorerfahrungen sind nicht erforderlich.

Yoga in der (Trauma-)Therapie
DP/PP Regina Weiser, Freiburg-St.Georgen
In konkreten Übungen wollen wir erfahren, wie der Körper durch achtsames Nachspüren wieder in Besitz genommen werden kann. Während ein Trauma die Bewegungen „einfrieren“ lässt, den Atem verflacht und das Bewusstsein an die gefahrvolle Vergangenheit bindet, erweitert Yoga den Handlungsspielraum und vertieft den Atem. Die Konzentration auf die Synchronisation der drei Energieträger – Bewegung, Atem und Bewusstsein – bindet das Bewusstsein an die Gegenwart, so dass diese sich im Sinne einer Rückkopplungsschleife gegenseitig positiv verstärken. An den fünf Tagen stehen jeweils spezifische Aspekte wie Spüren und Grenzen wahrnehmen, Wiedererlangen der Handlungsfähigkeit, Rhythmus von Aktivität und Loslassen, Öffnen und Schließen etc. im Vordergrund.

Taiji und Qigong zur Unterstützung therapeutischer Veränderungen
DP/PP Wolf-Ulrich Scholz, Frankfurt
Nach einer elementaren Einführung in Taiji und Qigong werden Möglichkeiten dieser traditionellen chinesischen Achtsamkeitsmethoden zur Unterstützung therapeutischer Veränderungen in westlicher Psychotherapie aufgezeigt und entsprechende einfache Taiji- und Qigong- Bewegungsmeditationen praktisch geübt. Schwerpunkte liegen dabei auf der Behandlung von Angst- und Depressionsstörungen. TeilnehmerInnen ohne vorherige Erfahrung mit Taiji oder Qigong sind dabei ebenso willkommen wie schon erfahrene TeilnehmerInnen.

Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie
DP/PP Prof. Dr. Johannes Michalak, Universität Hildesheim (das Handout zu diesem Vortrag befindet sich aus urheberrechtlichen Gründen im Mitgliederbereich)
Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie ist ein Verfahren, das ursprünglich zur Rückfallprophylaxe bei Depressionen entwickelt wurde. Es ist ein 8 wöchiges Gruppenprogramm, bei dem die Sitzungen zwei bis zweieinhalb Stunden dauern. Zentrales Anliegen des Verfahrens ist es, PatientInnen dabei zu unterstützen, ungünstige Geisteszustände, die durch negative Grübelprozesse gekennzeichnet sind, möglichst frühzeitig zu erkennen und aus Ihnen auszusteigen. Unterschiedliche Arten von sollen die PatientInnen dabei unterstützen, mit der lebendigen Wirklichkeit des gegenwärtigen Augenblicks in Kontakt zu treten. Hintergrund und Aufbau des Programms werden vorgestellt und zentrale Übungen gemeinsam praktiziert.

MBHP – Achtsamkeitsgrundlagen für helfende Berufe
DP/PP Silka Ringer, Lübeck
Auch Menschen in helfenden Berufen passiert es, eigene Grenzen nicht ausreichend zu beachten und sich dadurch „ausgelaugt“ zu fühlen. Die Auswirkungen dessen finden sich sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich. Achtsamkeit bietet einen Weg, die eigenen seelischen und körperlichen Energien so zu regenerieren, dass sie weiterhin für die helfende Tätigkeit und den Helfenden persönlich zur Verfügung stehen. Im Workshop stehen deshalb zunächst die Selbsterfahrung der Achtsamkeit sowie weiterführend Ableitungen für die eigene Achtsamkeitspraxis im Rahmen helfenden Tätigkeit im Vordergrund.

ACT! Einführung in die Acceptance and Commitment-Therapy
DP/PP Dr. Claudia China, Lübeck
Acceptance- & Commitment-Therapy (ACT) ergänzt die kognitive Verhaltenstherapie um Elemente wie Achtsamkeit, Akzeptanz des Unveränderbaren und die Anerkennung der Allgegenwärtigkeit menschlichen Schmerzes. Basierend auf der Relational Frame Theorie bietet ACT in einem klar strukturierten Programm eine Fülle von Übungen mit dem Ziel, es auch Menschen mit chronischen Störungen zu ermöglichen, ein werteorientiertes und erfülltes Leben zu leben.


Embodying Well-Being. Einführung in die Basis-Übungen von ZAPCHEN
DP/PP Cornelia & Dr. Bernhard Hammer, Kassel
Mit ZAPCHEN lernen Sie eine einfache, humorvolle und spielerische Übungsform kennen. ZAPCHEN hat zahlreiche Quellen: Erickson’sche Hypnotherapie (als stärkster westlicher Einfluss), körperorientierte Psychotherapie, funktionelle Medizin, Theaterarbeit, Geistestraining, Beziehungsarbeit und tibetisch-buddhistisches Vajrayana-Tantra. In den Übungen nutzen wir Bewegung, Atmung, Stimme und Berührung als Möglichkeiten unseres Körpers um das unmittelbare Wohlbefinden zu fördern und neurochemische Umstrukturierungen zu unterstützen. Wir erleben dies als wachsende Freude, Gelassenheit, Präsenz, Kreativität. Es entwickelt sich ein Wahlvermögen - Achtsamkeit und Verantwortung für das eigene Befinden wachsen. Tiefe Entspannung, Regeneration und ganzheitliche Erfahrung wird auf einfache Weise möglich. Der Workshop ist eine Einführung in die Übungsmethode und hat den Schwerpunkt in der eigenen Erfahrung.

Achtsamkeit über künstlerisches Gestalten
Dipl.-Kunstther. Bärbel Buchelt MA, Berlin
Dieser Workshop bietet eine Einführung in kunsttherapeutische Methoden, die über das sinnlich-körperliche Erleben zum künstlerischen Werk führen. Es wird viel Zeit zum Eintauchen in kreative Prozesse sowie zu Reflexion und Austausch geben. Künstlerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Einführung in EMDR
DP/PP Christof Eschenröder, Bremen
Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) ist ein von Francine Shapiro begründetes therapeutisches Verfahren, das in verschiedene psychotherapeutische Grundorientierungen integriert werden kann. EMDR gehört zu den wirksamsten Methoden zur Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen; es kann aber auch zur Behandlung anderer Störungen (z. B. Phobien) eingesetzt werden. In diesem Seminar werden die theoretischen Grundannahmen und das praktische Vorgehen in der EMDR erläutert und demonstriert. Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit anderen Ansätzen der Traumatherapie werden dargestellt.

Entspannungsverfahren bei chronischem Schmerz
DP/PP Dr. Claus Derra, Bad Mergentheim
Während die Wirksamkeit von Entspannungsverfahren durch Studien bestens belegt ist, erscheint die diesbezügliche klinische Evidenz der Anwendung bei chronischen SchmerzpatientInnen eher enttäuschend. Wie müssen Entspannungsverfahren (AT, PR, Atementspannung, imaginative Verfahren) modifiziert werden, damit sie bei SchmerzpatientInnen wirksam werden? Was ist zu beachten, wenn AT oder PR mit anderen Therapieelementen kombiniert werden? Inhalte: Neuro-biologische Grundlagen von Schmerz, Schmerzwahrnehmung und Entspannung, konditionierte Entspannung, Integration von AT und PR in Schmerzbewältigungsprogramme, motivationale Probleme, Rolle des Therapeuten und viele kleine Entspannungs- und Bewegungsübungen.

„In die Sonne schauen“ Auseinandersetzung mit den Themen Tod und Sterben in der Psychotherapie
DP/PP Dr. Dietmar Ohm, Lübeck
In der Psychotherapie spielen häufig Probleme und Symptome eine Rolle, bei denen es um verdrängte Todesängste geht. Aufgrund von Erkrankungen oder anderer Ereignisse kann es allerdings sein, dass die Verdrängungsversuche nicht mehr aufrechterhalten werden können oder auch, dass Menschen sich direkt mit dem Unvermeidlichen auseinandersetzen wollen. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit muss nicht nur zu Angst, Ohnmachtsgefühlen und Schrecken führen. Vielmehr liegt hierin die Chance eines „Weckrufes“, das Leben bewusster und reicher zu leben und zu gestalten. Im WS wird neben anderen psychologischen und philosophischen Ansätzen Irvin Yaloms existenzielle Psychotherapie dargestellt, beleuchtet und (selbst-)erfahren.

Systemaufstellungen der Kraft
DP/PP Eckard Nass und Päd. Elvira Nass, Brunsbüttel
In den Systemaufstellungen der Kraft erarbeiten wir mit den TeilnehmerInnen Kraftquellen, die bisher unentdeckt und ungenutzt blieben. Mögliche Aufstellungsformate sind die Aufstellung eines erweiterten Unterstützersystems, die Ahnenaufstellung, die erweiterte Ziel-Annäherungs-Aufstellung, die Ich-Selbst-Aufstellung, die Aufstellung von Energiezentren oder persönlichen Kraftquellen. Auf dieser Grundlage erkunden wir gemeinsam Potenziale und Räume der persönlichen Entwicklung.

Wohin mit der Wut?
DP/PP Silke Eggerichs, Hamburg
In der psychotherapeutischen Arbeit spielt der Umgang mit Wut, Ärger und Aggressionen oft eine wesentliche Rolle. In diesem Workshop wird es darum gehen, wie der Zugang zu diesen Gefühlen unterstützt werden kann. Wie können PatientInnen oder KlientInnen dazu angeleitet werden, ihre heftigen aggressiven Emotionen wahrzunehmen, auszudrücken und anzunehmen. Wieviel Ärger ist überhaupt gesund? Wie können aggressive Energien konstruktiv genutzt werden? Diese Fragen werden aufgegriffen, Arbeitsweisen und Übungen aus der Gestalt- und Körpertherapie werden vermittelt und theoretisch reflektiert.

Biographie-Arbeit als Ausgangspunkt für Veränderungen
DP Prof. Dr. Knud Eike Buchmann, Bad Dürrheim
Sein eigenes Leben zu kennen und zu verstehen ist eine wesentliche Voraussetzung für den eigenen „Reifungsprozess“, für Veränderungen. Hierbei werden den „Wendepunkten“ im Leben eine besondere Bedeutung zugemessen. Daneben ist es hilfreich (auch für Psychotherapeuten), sich zuweilen eine „Bestandsaufnahme des eigenen Lebens“ zu gönnen oder zu verordnen, um zu überprüfen, was ist und was sein kann oder soll. Der Workshop soll sich als Initiative zur persönlichen Weiterarbeit verstehen.

Einführung in die Funktionelle Entspannung
Dr. Monika Leye, Universitätsklinikum Regensburg
Was ist die Methode der Funktionellen Entspannung? Wie wird mit ihr gearbeitet und was kann sie bewirken? Der Kurs vermittelt die „Spielregeln“ der F.E. und zeigt auf, wie leiblich mit „Rhythmus“, „Halt“, „Raum“ und „Grenze“ gearbeitet wird. Die Methode ist eine tiefenpsychologisch orientierte Körpertherapie. Es werden selbstregulative Vorgänge in Gang gesetzt. Entspannung bedeutet hier Wohlspannung, d.h. einen adäquaten individuellen Grundtonus finden. Therapeutisch hoch relevant ist die Möglichkeit von Ebenenwechsel – Erfahrenes vom Körperlichen über die Sprache (bewusst) in die Beziehung bringen. Der Kurs lädt sowohl Ärzte, Psychotherapeuten, Psychologen, als auch Pädagogen und Berater ein. Insbesondere alle die neugierig sind.

Entspannung – kinderleicht
DP/KJP Oliver Nass, Fulda
In diesem Kurzworkshop geht es um Bewegung und Meditation am Mittag. Zunächst erfolgen Anleitungen zu sanften Bewegungs- und Dehnungsübungen zur Lockerung von Muskeln und Gelenken sowie zur Förderung der Körperwahrnehmung. In der abschließenden Ruhephase folgt eine Entspannungs- oder Meditationssequenz.

Der Klarheit Wärme geben...
DP Gabriele John, Scharbeutz
Die Praxis des Mitgefühls mit sich selbst und anderen ergänzt achtsamkeitsbasierte Verfahren um die nötige emotionale Zuwendung. In diesem Morgenworkshop werden wir Sitz- und Gehmeditation praktizieren und Übungen zur Selbstannahme und zum Mitgefühl kennen lernen.

Nach oben

Bitte vormerken...

Termine und Programminformationen über die nächsten Tagungen der Deutschen Gesellschaft für Entspannungsverfahren finden Sie unter Tagungsankündigungen.